BUSENTO

Der Busento ist ein etwa 90 km langer Fluss in Kalabrien in Italien. Er entspringt am Monte Cocuzzo im Sila-Gebirge und mündet in der Stadt Cosenza in den Crati.

Bekannt wurde der Fluss durch das Gedicht von August von Platen "Das Grab im Busento", wonach die Westgoten im Jahre 410 ihrem König Alarich I. eine letzte versteckte Ruhestätte mitten im Wasser errichteten. Nach der Plünderung Roms (410) hatte sich Alarich auf der Suche eines Ortes für eine dauerhafte Besiedlung auf den Weg in Richtung Nordafrika begeben, wobei er in Süditalien an Malaria erkrankte und in der Nähe von Cosenza verstarb. Danach wurde er laut westgotischer Überlieferung im Flussbett des Busento neben dem von seinen Truppen in Rom geraubten Schatz begraben.

Sein Begräbnis machte eine gewaltige Ingenieurs-leistung erforderlich, denn das Wasser des Flusses Busento musste umgeleitet und nach der Bestattung wieder in sein ursprüngliches Bett zurückgeführt werden. Die Arbeiten wurden von römischen Sklaven ausgeführt, die nach getaner Arbeit von Alarichs Soldaten umgebracht wurden, damit die genaue Lage der Grabstätte für immer geheim bliebe.

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